IGSIndustriepark Gersthofen Servicegesellschaft

Unser Kraftpaket.

Für die chemische Industrie sind Energiekosten ein signifikanter Produktionsfaktor. Die Preise für Energien steigen weltweit immer mehr an. Grund dafür ist die Verknappung der fossilen Energieträger (Erdgas, Kohle, Öl). Wir haben uns daher für die Verwertung von Ersatzbrennstoffen (EBS) als Alternative entschlossen, um die Abhängigkeit von diesen Energieträgern zu verringern. Dadurch erhöhen wir nicht nur unsere eigene Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch die unserer Kunden im Industriepark Gersthofen.

Hätten Sie's gewusst?

Wir möchten Sie in Bezug auf das geplante Ersatzbrennstoff (EBS)-Kraftwerk ausführlich informieren und geben Ihnen im Publikationsbereich der IGS, wie auch hier die Möglichkeit dazu:

Warum ein EBS-Kraftwerk?

5 Argumente auf einen Blick:

  • Wir ersetzen die bisherige Dampfversorgung durch eine neue Anlage mit besserer Technologie – daraus resultiert keine Kapazitätserhöhung und damit auch keine Mehrbelastung mit Schadstoffen.
  • Wir schonen die natürlichen Ressourcen und ersetzen fossile Brennstoffe (Erdgas, Öl) durch Ersatzbrennstoffe aus Haus- und Gewerbeabfällen, die einer strengen Qualitätskontrolle unterliegen.
  • Wir beschränken uns auf die Dampfversorgung der Standortkunden zu wettbewerbsfähigen Preisen.
  • Wir übernehmen nur so viele Ersatzbrennstoffe wie für die Dampferzeugung benötigt werden.
  • Wir sichern den Standort im Wettbewerb mit anderen Industrieparks.

Wie können Ökologie und Ökonomie in Einklang gebracht werden?

Die bisherige Dampfversorgung basiert auf der Verbrennung von Erdgas und Heizöl. Im Zuge der notwendigen Modernisierung des Kraftwerks soll die Verbrennung künftig auf Ersatzbrennstoffe (EBS) umgestellt werden. Durch diese Umstellung wird es dann möglich sein, die Preise für Dampf innerhalb des Industrieparks Gersthofen nachhaltig zu senken.

In dem geplanten EBS-Kraftwerk soll der aktuellste Stand der Technik eingesetzt werden. Das bisherige Kraftwerk wird dann zum größten Teil abgebaut, ein kleiner Teil bleibt als Reserve im Warmhalte-Betrieb. Damit kann zum Beispiel ein Spitzenbedarf oder eine Revisionsabstellung ausgeglichen werden.

Durch den Einsatz von hochwertigen Ersatzbrennstoffen lassen sich fossile Brennstoffe wie Öl oder Erdgas einsparen. Dadurch kann die IGS ihren Kunden im Industriepark Prozessdampf zu wettbewerbsfähigen und akzeptablen Bedingungen anbieten. Alternative Brennstoffe wurden geprüft, können aber aus ökonomischen oder ökologischen Gründen nicht eingesetzt werden.

Was sind Ersatzbrennstoffe?

Ersatzbrennstoff – ein wertvoller Stoff
Ersatzbrennstoffe sind feste Stoffe mit mittlerem Energiegehalt. Sie enthalten die brennbaren Anteile aus Haus- und Gewerbeabfällen wie etwa Papier, Textilien, Holz und Kunststoffe. Etwa die Hälfte davon ist biologischen Ursprungs. Diese Stoffe dürfen in Deutschland seit Mitte 2005 nicht mehr auf Deponien ungenutzt verrotten. Da sie im Vergleich zu normalem Hausmüll mehr Energie enthalten, eignen sie sich hervorragend, um Strom und Dampf zu erzeugen.

EBS-Kraftwerke stellen nicht nur einen wichtigen Teil des Verwertungskreislaufs dar. Mit der gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme wird der Energiegehalt des Brennstoffes auf höchstmögliche Weise genutzt. Was früher ungenutzt auf Deponien landete, ersetzt nun wertvolles Erdöl und Erdgas. IGS wird ausschließlich gezielt für die Energiegewinnung aufbereitete EBS einsetzen. Das heißt, der Brennstoff unterliegt einer strengen Klassifizierung und ist bei Anlieferung bereits sortiert, zerkleinert, gesiebt und entschrottet. Lieferverträge mit erfahrenen Entsorgern mit einer Laufzeit von bis zu 15 Jahren garantieren eine langfristige Versorgungssicherheit.

Wie sind die Auswirkungen auf die Umwelt?

Schutz von Nachbarn und Umwelt
Die IGS als Betreiber des Kraftwerkes achtet neben allen wirtschaftlichen Gesichtspunkten sehr darauf, nachteilige Einflüsse auf Mitarbeiter, Anwohner und Umwelt zu vermeiden. In dem geplanten EBS-Kraftwerk wird eine bewährte Verbrennungstechnik mit einer leistungsfähigen, sicheren und abwasserfreien Technik zur Rauchgasreinigung kombiniert. Aufwändige bautechnische Maßnahmen schützen das Grundwasser und den Boden zuverlässig vor Verunreinigungen.

Der Brennstoff wird in geschlossenen Fahrzeugen angeliefert und lagert bis zu seiner Verwertung in einem geschlossenen Bunker. Die IGS rechnet mit etwa 15 LKW pro Werktag, die Anlieferung erfolgt nur tagsüber. Und auch die Bauweise und die Lage des Kraftwerks im Osten des Industrieparks sind so gewählt, dass die Anwohner möglichst wenig vom Betrieb des Heizkraftwerkes mitbekommen werden.

Strengste Emissionsgrenzwerte der Welt
Im Jahre 1990 ist in Deutschland die 17. BImSchV (Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes) in Kraft getreten. Diese Regelung hat auch heute noch die weltweit höchsten Anforderungen an die Reinheit der Abgase bei der Verbrennung von Abfällen zum Inhalt. Die IGS wird diese Vorgaben jederzeit einhalten. Durch die neue Technik werden einige Werte im Vergleich zum bisherigen Kraftwerk sogar noch unterschritten werden.

Bei der Frage der Emissionen darf nicht nur das neue EBS-Heizkraftwerk betrachtet werden. Mit der Nutzung dieses Kraftwerks werden zeitgleich die Emissionen des bestehenden Kraftwerks, in dem derzeit Erdgas sowie schweres und leichtes Heizöl verbrannt werden, auf einen Bruchteil reduziert.

Anlage in Gersthofen unterschreitet Grenzwerte deutlich
Für das im Industriepark Gersthofen geplante EBS-Kraftwerk ist eine mehrstufige Rauchgasreinigung geplant, die Verbrennungsrückstände wie Stick- oder Schwefeloxide und Staub zurückhält. Die Anlage in Gersthofen wird die hohen Anforderungen erfüllen, die der moderne Umweltschutz an heutige Verfahren zur Rauchgasreinigung stellt.

Darüber hinaus wird die IGS die strengen Vorsorgewerte der TA Luft (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft) für die menschliche Gesundheit und die Erhaltung der Umwelt weit unterschreiten.

Wie wird die Einhaltung der Grenzwerte überwacht?

In der 17. BImSchV sind die erforderlichen Messverfahren und -einrichtungen festgelegt. Die Genehmigungsbehörde setzt diese Anforderungen im Genehmigungsbescheid für die Anlage in entsprechende Auflagen um. So müssen bestimmte Parameter kontinuierlich gemessen und registriert werden. Die dafür eingesetzten Messgeräte müssen regelmäßig durch staatlich zugelassene Institute geprüft werden. Für andere Parameter sind regelmäßige Einzelmessungen vorgeschrieben. Diese Prüfungen erfolgen ebenfalls durch staatlich zugelassene Messinstitute. Zusätzlich muss der Anlagenbetreiber seine Messdaten jedes Jahr veröffentlichen.

Welche Kriterien kommen bei einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zum Tragen?

Im Rahmen der UVP wird eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung (UVU) durchgeführt. In dieser wird detailliert untersucht, welche Auswirkungen die Anlage auf die Schutzgüter (Menschen, Tiere, Pflanzen und Lebensräume, Boden und Luft) in einem vorher festgelegten Untersuchungsgebiet haben wird. Diese Auswirkungen werden dann einer sorgfältigen Bewertung unterzogen. Nur wenn diese Bewertung ergibt, dass durch die Anlage keine nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt ausgehen, kann die Anlage genehmigt werden.


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