Grundsteinlegung im bayerischen Gersthofen – Dampferzeugung in umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung aus Ersatzbrennstoffen
Die MVV Energiedienstleistungen GmbH investiert in Gersthofen bei Augsburg rund 30 Millionen Euro in den Bau eines neuen Industrieheizkraftwerks. Es ist bereits das zweite Werk des Unternehmens, das in umwelt¬freundlicher Kraft-Wärme-Kopplung aus Ersatzbrennstoffen Strom und vor allem Dampf erzeugen wird. Heute legte das Unternehmen der MVV Energie Gruppe im Beisein von rund 100 Vertretern aus Politik und Wirtschaft den feierlichen Grundstein für das Industrieheizkraftwerk. Es wird die zwölf Unternehmen des Industrieparks Gersthofen ab Juli 2009 mit insgesamt rund 4,4 Megawatt elektrischer Leistung und 43 Tonnen Dampf pro Stunde versorgen. Den Industriepark mit rund 1.650 Beschäftigten betreibt die Industriepark Gersthofen Servicegesellschaft IGS, ein Tochterunternehmen der MVV Energiedienstleistungen GmbH.
„Die MVV Energie Gruppe hat frühzeitig erkannt, dass Klimaschutz und Energieeffizienz Herausforderungen sind, denen besonders wir uns als Energieversorger und -dienstleister stellen und Lösungen aufzeigen müssen. Klimaschutz, Energieeinspar- und Effizienztechnologien, Energieoptimierung sowie Ressourcen schonende Verfahren haben in unserem Konzern einen hohen Stellenwert“, betonte Dr. Werner Dub, Mitglied des Vorstands der börsennotierten MVV Energie AG, bei der feierlichen Grundsteinlegung.
Zur MVV Energie Gruppe gehört unter anderem die Wachstumssäule MVV Energiedienstleistungen GmbH, die Muttergesellschaft der IGS. „Gersthofen stellt für MVV Energiedienstleistungen ein wesentliches Standbein dar. Hier wollen wir künftig noch aktiver werden als es in der Vergangenheit bereits der Fall war“, unterstrich Michael Lowak, Geschäftsführer der MVV Energiedienstleistungen GmbH. „Wir als IGS erhöhen durch dieses zukunftsweisende Projekt unsere eigene Wettbewerbsfähigkeit und verbessern durch die Senkung der Energiepreise auch die wirtschaftliche Situation unserer Kunden. Darüber hinaus sichern wir die Existenz des gesamten Standortes Gersthofen mit seinen 1.650 Arbeitsplätzen“, ergänzte IGS-Geschäftsführer Matthias Bolle.
Ersatzbrennstoffe sind feste Stoffe mit mittlerem Energiegehalt. Sie enthalten die brennbaren Anteile aus Haus- und Gewerbeabfällen wie Papier, Textilien, Holz und Kunststoffe. Etwa die Hälfte davon ist biologischen Ursprungs. Diese Stoffe dürfen seit 2005 nicht mehr deponiert werden. Was früher ungenutzt auf Deponien landete, wird also künftig zur Erzeugung von Wärme, Dampf und Strom genutzt. Damit gelingt es, Abfälle hocheffizient unter Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung zu verwerten.
MVV Energiedienstleistungen setzt auch im hessischen Korbach auf die umweltfreundliche Erzeugung von Strom und Dampf aus Ersatzbrennstoffen. Das Kraftwerk wird das Korbacher Werk des Automobilzulieferers Continental bereits ab September mit Strom und vor allem Dampf versorgen.
Gersthofen, 30.04.2008
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