IHK-Spitze zu Besuch im Industriepark Gersthofen
Wirtschaftliche Situation und Ausbildung stehen im Mittelpunkt des Interesses der Kammervertreter
Die IHK Schwaben hat es sich zum Ziel gesetzt, die Unternehmen im Kammerbezirk Schwaben kennenzulernen. Am Mittwoch, 3. Februar 2010, besuchten IHK-Präsident Dr. Andreas Kopton und IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Saalfrank die IGS, Standortbetreibergesellschaft des Industrieparks Gersthofen. Empfangen wurden die Gäste von der IGS-Geschäftsführung mit Dr. Hermann Teufel, Holger Amberg und Heinz Mergel. Mergel ist darüber hinaus für die Leitung des Industrieparks verantwortlich und nimmt in dieser Funktion die Vertretung des Konglomerates aus insgesamt zwölf Unternehmen gegenüber Öffentlichkeit, Behörden und Verbänden wahr.
Im Mittelpunkt des Gespräches standen Informationen zur wirtschaftlichen Situation der Unternehmen im Industriepark, der mit seinen rund 1.450 Beschäftigten insgesamt gesehen zu einem der größten Unternehmensstandorte im Kammerbezirk zählt. Einen vergleichbaren Industriestandort mit einer ähnlich langen Geschichte – der Industriepark Gersthofen wurde vor mehr als einhundert Jahren als Chemiewerk gegründet – gibt es nur noch in Bobingen. Darüber hinaus interessierten sich die Kammervertreter aber auch für die Aufgaben einer Standortbetreibergesellschaft wie der IGS mit ihrem vielfältigen Spektrum an Leistungen, insbesondere für die Services in den Bereichen Energiversorgung, Infrastruktur und ESHA (das steht für Umweltschutz, Sicherheit, Gesundheitsschutz und Behördenmanagement).
Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in der Zukunft war für die Gesprächspartner die Ausbildung von jungen Menschen und die Möglichkeiten der Berufsausbildung im Industriepark Gersthofen ein dominierendes Thema. Es wurde vereinbart, die Zusammenarbeit in diesem Bereich zu detaillieren, um für die Schulabgänger der kommenden Jahre ein Optimum an Ausbildung bereitstellen zu können.
Die IGS ist mit derzeit rund 130 Lehrlingen der größte Ausbildungsbetrieb im Landkreis Augsburg und bildet für den eigenen Bedarf, aber auch für die Unternehmen im Industriepark die Nachwuchskräfte aus. Zudem sind Kooperationen mit Industriepark-externen Firmen in vielfältigem Zuschnitt möglich. Eine Vielzahl an Unternehmen in der Region nutzt bereits heute die Möglichkeit zur Übergabe der Ausbildung an die IGS. Dabei können einzelne Module wie zum Beispiel die Prüfungsvorbereitung im Labor oder ein Ausbildungsabschnitt an einer speziellen Maschine vertraglich vereinbart werden.
Eine Besichtigung des modernen Ersatzbrennstoff-Kraftwerkes, das im vorigen Jahr in Betrieb genommen wurde und eine effiziente Energieversorgung der Standortfirmen mit Prozessdampf und Wärme sicherstellt, rundete das Besuchsprogramm der beiden Kammervertreter ab.
Gersthofen, 11.02.2010
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