Industriepark Gersthofen baut auf hohe Sicherheitsstandards
Seit 1952 gibt es eine eigene Feuerwehr im Industriepark Gersthofen, vor fast sechzig Jahren wurden die Brandschützer durch das Landratsamt Augsburg als "Werkfeuerwehr der Lech-Chemie Gersthofen" anerkannt. Die Mannschaftsstärke der seit 1966 hauptberuflichen Werkfeuerwehr beträgt heute 29 Mitarbeiter, von denen 26 im Schichtdienst eingesetzt sind. Damit ist die Werkfeuerwehr täglich rund um die Uhr einsatzbereit – schwerpunktmäßig für die im Industriepark Gersthofen ansässigen Unternehmen.
Die technische Ausrüstung ist natürlich für die klassischen Feuerwehraufgaben der Brandbekämpfung sowie für technische Hilfeleistungen ausgerichtet. Für die Werkfeuerwehr in einem Industriepark muss es aber etwas mehr sein: Das Equipment ist zusätzlich und ganz speziell an die Bedürfnisse und Gefahrenpotenziale der chemischen Industrie angepasst. So verfügen die Brandschützer neben den verschiedenen Sonderlöschmitteln über eine individuelle Ausstattung für Gefahrgutunfälle sowie über chemiespezifische Sonderausstattungen, die bei Bedarf auch außerhalb des Industrieparks Gersthofen von den Feuerwehren in der Region angefordert werden können.
Investitionen in neue Ausstattung
In den letzten Wochen und Monaten hat die Werkfeuerwehr des Industrieparks eine ganze Reihe von neuen Einsatzfahrzeugen angeschafft und in den Dienst gestellt. So wurde zum Beispiel eine in die Jahre gekommene Drehleiter durch einen Teleskopmast mit 28 Metern Rettungshöhe ersetzt.
Ein Sonderlöschfahrzeug mit deutlich größerem Volumen für die Löschmittel Wasser, Schaum, Pulver und Kohlendioxid ersetzt jetzt ein kleineres Fahrzeug. Zusammen mit zwei Abrollbehältern für Sonderlöschmittel und Gefahrgut komplettiert ein Wechselladerfahrzeug den Fuhrpark der Feuerwehr. Die technische Modernisierung trägt wesentlich dazu bei, die Schlagkraft der Werkfeuerwehr zu erhöhen und den hohen Stellenwert, den Sicherheit im Industriepark hat, beizubehalten.
Mannschaft wird aufgestockt
Neben der Investition in neue Gerätschaften und Fahrzeuge wird auch die Mannschaft der Feuerwehr sukzessive um drei Personen pro Schicht erhöht. Dies sieht ein von der Genehmigungsbehörde überarbeiteter Bescheid vor, der bis zum Jahresende 2012 umgesetzt sein muss. Die Suche nach zusätzlichem Personal erweist sich allerdings als schwierig, bekräftigt Andreas Schnepp, Leiter der Werkfeuerwehr: "Neben der Bereitschaft zum Schichtdienst müssen die Bewerber eine handwerkliche Ausbildung vorweisen und gesundheitlich in der Lage sein, den Feuerwehrdienst auszuüben. Bis ein Feuerwehrmann letztendlich über die notwendige Qualifikation und über Industriepark-spezifische Kenntnisse verfügt, müssen einige Schulungsmaßnahmen absolviert werden, was viel Zeit in Anspruch nimmt. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir innerhalb der nächsten zwei Jahre das geeignete Personal finden werden."
Gersthofen, 26.04.2010
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